Schriftgröße:  kleiner | größer
Sprache: DE | EN | RU | AR


                                               Anfallssemiologie

Epilepsie: Krankheitsbild


Eine Epilepsie greift tief in das Leben der betroffenen Patienten und ihrer Angehörigen ein. Unkenntnis und Vorurteile in der Bevölkerung tragen das ihrige zu der schwierigen Situation bei. Durch die wissenschaftliche Arbeit des vergangenen Jahrhunderts wurde klar, dass Epilepsie eine Erkrankung des Gehirns ist, die den ganzen Menschen betrifft. 
 

Epilepsie ist eine der häufigsten Erkrankungen des Zentralen Nervensystems. In Deutschland leben etwa 600-800.000 Patienten mit einer Epilepsie, 40.000 erkranken pro Jahr neu. Über die gesamte Lebensspanne erleiden ca. 10% einen einzelnen epileptischen Anfall; 3,5% der Bevölkerung erleiden eine Epilepsie mit wiederkehrenden Anfällen.

Bei zwei Dritteln der Patienten können die Anfälle durch eine optimale medikamentöse Therapie befriedigend kontrolliert werden.

Die Anfälle selbst sind durch mehr oder weniger lang andauernde Veränderungen der Hirnfunktion gekennzeichnet, die die Bewegungs- und Wahrnehmungsfähigkeit, das Sprechvermögen, das Gedächtnis oder das Bewusstsein vorübergehend beeinträchtigen. Die Anfälle können von Patient zu Patient sehr verschieden sein in der Art und Weise der Beeinträchtigung, in ihrer Dauer und in ihrer Häufigkeit.


>> Weitere Fragen?
Homepage der Uniklinik Bonn