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Leitbild


 

Epilepsie

Epilepsie ist eine Krankheit des Gehirns, die sich auf das gesamte Leben eines Patienten sowie auf sein soziales Umfeld auswirkt. Die Erkrankung zeigt sich in erster Linie in Form epileptischer Anfälle. Aber infolge der Grunderkrankung, der Anfälle oder durch Nebenwirkungen der Medikamente treten häufig auch Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit (z.B. Gedächtnisprobleme) sowie des seelischen Befindens auf (z.B. Depressionen). 


 

Patienten/-innen

In unserer Klinik werden Kinder und Erwachsene aller Altersstufen ambulant und stationär behandelt. Für besondere Fragestellungen wurden Spezialambulanzen eingerichtet (z.B. Kinderwunsch/Schwangerschaft bei Epilepsie, Vagusnerv-Stimulation, u.a.).

Die Mehrzahl der stationären Aufnahmen erfolgt geplant in Abstimmung mit dem Patienten. Die durchschnittliche Liegezeit beträgt derzeit weniger als 8 Tage; sie kann in seltenen Einzelfällen aber auch 4 Wochen und länger betragen.

Alle Mitarbeiter bemühen sich darum, den Patienten den Aufenthalt bei uns so angenehm wie möglich zu gestalten.

Die Patienten werden intensiv ambulant betreut. Auch der Erstkontakt erfolgt in der Institutsambulanz.


 

Universitätsklinik

Als einzige eigenständige Universitätsklinik für Epileptologie sehen wir uns dem Anspruch der Maximalversorgung in der Krankenversorgung sowie höchsten internationalen Exzellenzkriterien in der medizinischen Forschung verpflichtet.

Für die Diagnostik stehen alle Verfahren der modernen Neurologie und Epileptologie zur Verfügung (z.B. sämtliche bildgebenden Verfahren, invasive EEG-Diagnostik, u.a.).

Die Therapie zielt in erster Linie auf Anfallsfreiheit bzw. die Verminderung der Anfallshäufigkeit und den mit Anfällen verbundenen Gesundheitsrisiken (z.B. Verletzungen), wobei die Lebensqualität der Patienten im Mittelpunkt aller Maßnahmen steht.


 

Schwerpunkt Epiepsiechirurgie

Der wichtigste Schwerpunkt unserer Arbeit ist die prächirurgische Epilepsiediagnostik. Die Neurochirurgische Klinik und die Klinik für Epileptologie bilden gemeinsam das Epilepsiezentrum Bonn, das seit vielen Jahren das weltweit größte epilepsiechirurgische Programm anbietet (ca. 150 Operationen im Jahr) und in diesem Bereich über international anerkannte Expertise verfügt.


 

Forschung, Lehre, Weiterbildung und Öffentlichkeitsarbeit

In etwa 30-40% der Fälle sind die heute verfügbaren Behandlungsansätze nicht hinreichend, um Patienten ein Leben in Anfallsfreiheit zu ermöglichen. Dies ist uns eine besondere Verpflichtung zur klinischen, patientenorientierten Forschung auf internationalem Niveau. Im Rahmen klinischer Studien, an denen sich die Klinik für Epileptologie in vielen Fällen federführend beteiligt, erhalten Patienten immer wieder die Möglichkeit, innovative Therapien (z.B. noch nicht zugelassene neue Medikamente) zu erproben.

Im Kontext der Epilepsiechirurgie ergeben sich außergewöhnliche Untersuchungsmöglichkeiten des menschlichen Gehirns. Wir sehen für uns eine Verpflichtung darin, diese einzigartigen Situationen in Zusammenarbeit mit den Patienten hinsichtlich des möglichen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns optimal zu nutzen.

Wir möchten durch die akademische Lehre sowie durch aktive Beteiligung an der ärztlichen und beruflichen Weiterbildung dazu beitragen, dass Patienten auch außerhalb der Spezialzentren eine hochwertige Diagnostik und Behandlung erfahren können. Darüber hinaus fühlen wir uns verpflichtet, durch aktive Öffentlichkeitsarbeit an einer besseren Aufklärung der Bevölkerung über das Krankheitsbild der Epilepsien mitzuwirken.

 


 

Homepage der Uniklinik Bonn