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Lieferengpässe bei Epilepsiemedikamenten - was tun?

Uns werden seit einigen Wochen durch die Patienten immer wieder Lieferengpässe für Antiepileptika berichtet (z.B. Clobazam). Ähnliche Probleme bestehen derzeit wohl für zahlreiche andere Medikamente. Als Ursachen werden genannt (wir können das nicht überprüfen): Hamster-Einkäufe Großbritanniens vor dem erwarteten Brexit; es gab Probleme mit verunreinigten oder nicht korrekt produzierten Chargen, die zurückgerufen werden mussten; eine große Pharmaproduktionsstätte in Indien sei niedergebrannt; und Probleme bei der Beschaffung erforderlicher Rohstoffe.

 

Die AG Epilepsie-Selbshilfe Deutschland schlägt folgendes Vorgehen vor:

  

  1. Aktuelle Auskunft der Apotheken-Software hinterfragen; der Lieferstatus eines Medikaments kann sich innerhalb weniger Stunden ändern!
     
  2. Fragen Sie direkt beim Hersteller nach - oder bitten Sie Ihre Apotheke darum!
     
  3. Falls es unvermeidlich ist: Besprechen Sie einen erforderlichen Präparat-Wechsel unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt
     
  4. Falls der Lieferengpass auf der Internetseite des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte BFArM << hier >> nicht verzeichnet ist, melden Sie diesen bitte dorthin, per Email: lieferengpaesse@bfarm.de
      
  5. Senden Sie bitte zeitgleich eine Protestnote per E-Mail an Pharmahersteller, Patientenbeauftragte und Gesundheitsausschuss der Bundesregierung sowie das Bundesgesundheitsministerium:
    - patientenrechte@bmg.bund.de
    - gesundheitsausschuss@bundestag.de
    - poststelle@bmg.bund.de
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