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Antworten auf die wichtigsten Fragen

Liebe Patientin, lieber Patient,

 
das Corona-Virus hat einen unerwartet großen Einfluss auf unser aller Leben und den Alltag. Wir sind sehr darum bemüht, Ihnen als Betroffene mit einer chronischen Epilepsie auch in dieser schwierigen Zeit die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen.
Daher  haben wir für Sie einige Abläufe an der Klinik und Poliklinik für Epileptologie den Umständen angepasst. Außerdem haben wir einige häufig im Zusammenhang zur Corona-Virus-Epidemie gestellte Fragen und Antworten (FAQ) für Sie zusammengestellt.
  

  
Wie erhalten Sie Ihre Behandlung an der Klinik und Poliklinik für Epileptologie?
      
Die Ausstellung und Zusendung von Rezepten kann aktuell auch dann erfolgen, wenn Ihre Versichertenkarte in diesem Quartal nicht vorlag, vorausgesetzt, Ihre Versicherungsdaten haben sich nicht geändert.

Gesetzlich versicherte Patientinnne und Patienten müssten uns in diesem Falle jedoch - abweichend vom früheren Vorgehen - bitte eine Überweisung (z.B. von ihrem Hausarzt) per Briefpost zusenden.

Bitte schicken Sie uns NICHT Ihre Versichertenkarte (elektronische Gesundheitskarte) per Briefpost zu. Auch die Zusendung einer sogenannten Versichertenbescheinigung von Ihrer Krankenkasse ist derzeit nicht erforderlich.

  
Wenn Sie bereits Patientin / Patient bei uns sind und einen Termin zur Wiedervorstellung vereinbart haben, kann dieser unter bestimmten Voraussetzungen (u.a. keine notwendige Zusatzdiagnostik) per Telefon oder Videosprechstunde durchgeführt werden. Sie werden rechtzeitig vor einem vereinbarten Termin von uns kontaktiert werden, um zu besprechen, welches Vorgehen bei Ihnen sinnvoll und möglich ist.
   

  
Bin ich als Epilepsiekranke / Epilepsiekranker Risikopatient für die Corona-Virus-Infektion bzw. einen schweren Krankheitsverlauf?
  
Eine genaue und regelmäßig aktualisierte Einschätzung von Risikogruppen kann unter dem folgenden Link beim Robert-Koch-Institut eingesehen werden:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html.
  
Nach aktuellem Kenntnisstand stellt die Epilepsie keinen Risikofaktor für einen schweren Krankheitsverlauf dar. Auch die Behandlung mit Medikamenten gegen Epilepsie stellt keinen Risikofaktor dar. Bitte ändern Sie nicht selbständig Ihre Medikation.
   
Fieber stellt allerdings für Epilepsiekranke einen Risikofaktor dar, einen epileptischen Anfall zu erleiden. Im Fall einer Infektion sollte hier z.B. auf eine Fiebersenkung und besondere Vorsicht geachtet werden.
   
Eine Behandlung mit Medikamenten, die das Immunsystem schwächen (Immunsuppression), z.B. Behandlung mit Kortison, bewirkt hingegen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei Infektion mit dem Coronavirus. Bitte ändern Sie jedoch auch in diesem Fall keinesfalls Ihre Medikation ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.

 

     
Ist die ambulante / stationäre Notfallversorgung für Epilepsiekranke sichergestellt?
   
Ja, die Notfallversorgung von Epilepsiekranken an der Klinik und Poliklinik für Epileptologie in Bonn ist sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich sichergestellt.
      

 

Wie kann ich ein Rezept für meine Medikamente bekommen, ohne selbst in der Ambulanz vorstellig zu werden?
   
In der aktuellen Situation ist das Ausstellen von Folgerezepten sowohl bei Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) als auch der privaten Krankenversicherung (PV) auch ohne Vorlage der Versichertenkarte möglich. Wir benötigen dazu eine Überweisung, z.B. von Ihrem Hausarzt (bitte per Briefpost zusenden). Aktuell benötigen wir auch keine Bescheinigung von Ihrer Krankenkasse - es sei denn, die Versicherungsdaten hätten sich geändert. Bitte schicken Sie NICHT Ihre Versichertenkarte (elektronische Gesundheitskarte) per Briefpost zu uns! Falls Sie ein Rezept benötigen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf per Telefon (0228/287-19340 Ambulanz, -16195 Ambulanz-Terminvergabe oder für Privatversicherte -15728 Sekretariat Prof. Surges) oder per e-mail (epi.ambulanz@ukbonn.de bzw. rosemarie.luster@ukbonn.de für Privatversicherte).
 

   
Ist die Versorgung mit Epilepsie-Medikamenten im Rahmen von Lieferengpässen, die durch die aktuelle Situation noch verstärkt werden, sichergestellt?
  
Lieferengpässe bei Medikamenten stellen bereits seit vielen Monaten für viele chronisch Kranke ein Problem dar, so auch für Epilepsiekranke. So kann es immer wieder vorkommen, dass ein Wirkstoff von einem bestimmten Hersteller für einige Zeit nicht lieferbar ist. Laut Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wird aber nicht mit einer Verstärkung dieses Problems durch die aktuelle Corona-Virus-Epidemie gerechnet. Ein Horten von Arzneimitteln wird nicht empfohlen. Sinnvoll ist es aber, rechtzeitig einige Wochen im Voraus Rezepte anzufordern und einen Medikamentennachschub zu beschaffen. Konkrete Lieferengpässe können regelmäßig aktualisiert auf der Internet-Seite des BfArM eingesehen werden.

Homepage der Uniklinik Bonn