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Prächirurgische Epilepsiediagnostik



Funktionsdiagnostik



Untersuchungen zur Identifikation des Anfallsherdes (Fokus):

  • Video/EEG-Langzeitableitungen ("Monitoring"): Aufzeichnung der Hirnströme von der Kopfhaut und Videoüberwachung des Patienten
  • MRT (Magnetresonanz-Tomographie) oder auch Kernspintomographie:  Verfahren zur Darstellung der Hirnstruktur und ggf. hirnstruktureller Veränderungen
  • SISCOM: aufwendiges Verfahren zur Darstellung der mit einem beginnenden epileptischen Anfall assoziierten regionalen Stoffwechselzunahme
  • Positronen-Emissionstomographie (PET): selten eingesetztes Verfahren zur Darstellung der verringerten Stoffwechselaktivität im Anfallsherd
  • Elektrocortikographie: Ableitung der Hirnströme direkt aus dem Hirngewebe mit implantierten Elektroden.
Untersuchungen zur Abgrenzung benachbarter, funktioneller Hirnareale:
  • Sprach-fMRI: funktionelle Kernspintomographie zur Lokalisation von Spracharealen, kann manchmal den Wada-Test ersetzen
  • Wada-Test bzw. intrakarotidaler Amobarbitaltest: Betäubung einer Hirnhälfte (ca. 15 Min.) zur Prüfung der Seitendominanz von Sprachfunktionen 
  • kortikale Elektrostimulation: direkte elektrische Reizung der Hirnrinde zur Ermittlung von Funktionen in der Nähe des Anfallsherdes.

Mit Hilfe standardisierter neuropsychologischer Tests wird der Status quo der geistigen Leistungsfähigkeit dokumentiert und im weiteren postoperativen Verlauf kontrolliert. Aus dem neuropsychologischen Leistungsprofil lassen sich wichtige Hinweise in Bezug auf Hirnfunktionsminderungen gewinnen.


 

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