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Vagusnerv-Stimulation


   

Der X. Hirnnerv (Nervus vagus) versorgt die vegetativen Organe im Schlund, im Brustraum und im oberen Bauchraum und sendet Signale von dort zum Gehirn. Diesen Signalweg macht man sich bei der Vagusnerv-Stimulation (VNS) zunutze: Der Vagus lässt sich im Hals-/Nackenbereich sehr gut freipräparieren, sodass man eine Elektrode sicher befestigen kann. Ein Kabel wird unterhalb der Haut mit einem Pulsgenerator verbunden, der - wie ein Herzschrittmacher - in die Brustwand implantiert wird. Dieser Stimulator gibt nun regelmäßig einen elektrischen Reiz an den Vagusnerven (z.B. alle 5 Minuten für 30 Sekunden). Der Vagusnerv hat vielfältige Verbindungen in das ganze Gehirn.


 

Mittlerweile wurden weltweit ca. 45.000 Epilepsiepatienten mit einem Vagusnerv-Stimulator implantiert, die meisten davon in den USA. In Deutschland dürften derzeit ca. 700 Patienten implantiert sein, davon über 200 Patienten in Bonn. Die Krankenkassen zahlen die Behandlung über Klinikbudgets.

Man beobachtet bei ungefähr 40-50% der Patienten eine stetige und dauerhaft anhaltende Verminderung der Anfallshäufigkeit (mindestens Halbierung).

 
      

 
   

Auch die Lebensqualität und das emotionale Befinden scheinen sich bei manchen Patienten unter der VNS zu verbessern. Anfallsfreiheit wird jedoch jedoch nur in maximal 10 Prozent der Fälle erzielt. Insgesamt ist die Behandlung gut verträglich, jedoch kommt es in den Phasen der Stimulation sehr häufig zu Heiserkeit.

Für eine Behandlung mit Vagusnerv-Stimulation kommen   schwer betroffene Patienten mit medikamentenresistenten Epilepsien in Frage, bei denen eine Operation unmöglich ist oder nicht erfolgreich war.

Patientenbroschüre (PDF)

   

 

 

Aufkärung Vagusnervstimulation PDF

 

 

 

 

 

 

Haben Sie Fragen? Ihre Ansprechpartnerin: Dr Kevin Hampel, E Mail

 


 

  

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